Rossmann (SPD): „Bis Ende April bewerben!“

„Total Digital! Lesen und erzählen mit digitalen Medien“ – unter diesem Titel fördert der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) lokale Aktionen, die Kinder und Jugendliche aus familiären Risikolagen dazu anregen, Geschichten kennenzulernen und sich kreativ auszudrücken. Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Krise hat der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann Jugendeinrichtungen und Büchereien der Region aufgerufen, sich auch um Förderung aus diesem Programm zu bewerben. „Gerade in der Corona-Zeit zeigt sich jetzt, dass digitale Medienkompetenz wichtig ist und Wege aus der Isolation schaffen kann. Trotz der außerordentlichen Belastungen, die die betreffenden Einrichtungen derzeit meistern müssen, werbe ich um Aufmerksamkeit für dieses Programm.“ Nächster Bewerbungsschluss ist am 30. April. Aufgefordert sind insbesondere gemeinsame Projekte z.B. zwischen Bibliotheken und Jugendeinrichtungen“, berichtet der Parlamentarier.

„Für Kinder und Jugendliche ist die Nutzung digitaler Medien selbstverständlicher Teil ihres Alltags. In einer immer komplexer werdenden Medienwelt müssen sie sich zurechtfinden, mit ihr umzugehen wissen und sie zu ihrem Vorteil nutzen können. Genau hier setzt das Förderproramm an“, macht Rossmann deutlich. „Total Digital! Lesen und erzählen mit digitalen Medien“ ist eine Initiative des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. (dbv), die aus Mitteln des Bundesbildungsministeriums finanziert wird. Durch Projekte von lokalen Bündnissen können Kinder und Jugendliche in ihrer Freizeit spielerisch die Freude am Lesen entdecken und ihren kreativen Fähigkeiten mit digitalen Medien Ausdruck verleihen. Rossmann: „Das Programm hat insbesondere junge Menschen im Auge, deren Bildungszugänge erschwert sind. Sie sollen vor Ort in ihrer Digitalkompetenz und ihrer Lesefähigkeit Unterstützung erhalten.“ Aus aktuellem Anlass sollen bei der neuen Förderrunde Projekte besonders in Auge gefasst werden, die auch ohne körperlichen Kontakt funktionieren.

In der ersten Förderphase des Bundesprogramms von 2013 bis 2017 konnten über 350 lokale Bündnisse in allen 16 Bundesländern gefördert werden, die wiederum mehr als 1.000 freizeitorientierte Aktionen durchführten. Mit Unterstützung von knapp 800 Ehrenamtlichen konnten rund 15.000 Kinder und Jugendliche von drei bis 18 Jahren davon profitieren – darunter viele aus Risikolagen. In der zweiten Förderphase (2018 bis 2022) sind bereits 168 solcher Bündnisse (Stand Ende Februar 2020) gefördert werden.

„Ich würde mich sehr freuen, wenn sich im Kreis Pinneberg Kinder- und Jugendeinrichtungen, Selbsthilfeorganisationen für Migrantinnen und Migranten, Einrichtungen der beruflichen Bildung oder gemeinnützige Vereine fänden, die die Kooperation z.B. mit ihren örtlichen Büchereien suchen und sich für die Förderung bewerben“, sagt Rossmann.