Verlängerte Lohnfortzahlung für Familienarbeit ist überfällig

Rossmann mahnt auch weitergehende Reform zum Familiengeld an

„Es ist gut, dass sich die SPD hier am Ende in der Großen Koalition durchsetzen konnte. Die Verlängerung der Hilfen für Familien war längst überfällig und es ist wirklich keine Auszeichnung, dass die Große Koalition in Berlin dafür so lange gebraucht hat.“ Der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann ist jedenfalls sehr zufrieden damit, dass das Bundeskabinett jetzt endlich die Hilferegelung für Eltern im Rahmen der Corona-Krise verlängern will. Danach sollen Vater und Mütter statt maximal sechs Wochen je bis zu 10 Wochen eine Lohnersatzleistung vom Staat bekommen, wenn sie wegen der Schließung von Kindertagesstätte oder Schule ihre Kinder zu Hause betreuen müssen und deshalb nicht zur Arbeit gehen können. Rossmann: „Besonders wichtig ist, dass in Zukunft Alleinerziehende einen Anspruch auf bis zu 20 Wochen haben: Diese Gruppe von Eltern ist besonders stark von der Krise betroffen und in besonderer Weise auf eine ausreichende Absicherung angewiesen.“ Für den Abgeordneten ist auch klar, dass die Regelung notfalls noch weiter verlängert werden muss, so lange es noch keinen vollwertigen regulären Besuch von Schule und Kindertagesstätte geben kann. „Wir dürfen die Familien und speziell die Frauen hier nicht allein lassen, die es sowieso schon schwer genug haben. Mindestens die finanziellen Sorgen müssen klein gehalten werden“, so der Abgeordnete.

Für Rossmann ist die Einführung dieser Lohnfortzahlung für Eltern zugleich ein Weckruf, endlich eine bessere Regelung für ein allgemeines Elterngeld einzuführen. Das würde grundsätzlich die Möglichkeit für Eltern schaffen, die Arbeitszeit reduzieren zu können. Rossmann: „Das Elterngeld würde es auch Frauen wie Männern ermöglichen, sich Erwerbs- und Familienarbeit untereinander besser und gleichwertiger aufteilen zu können.“ Diese Debatte müsse jetzt zügig begonnen werden. Rossmann: „Die Diskussion hierzu war in Deutschland auch schon einmal weiter, hier zur Unterstützung von Familien und speziell den Frauen dem skandinavischen Vorbild zu folgen und das Recht auf Familienzeit und ein Familiengeld einzuführen.“ Der Abgeordnete hofft jetzt darauf, dass die Erfahrungen aus der Corona-Krise neuen Schwung in diese notwendige Reform bringen.

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