Wir brauchen eine gemeinsame Anstrengung für die berufliche Ausbildung!

Rossmann (SPD): Rückgang ist alarmierend

Ein Minus von 10 Prozent bei den Neuverträgen im Handwerk und von 20 Prozent im Bereich der Industrie- und Handelskammern in Schleswig-Holstein beunruhigt zunehmend nicht nur die Betriebe, Firmen und Gewerkschaften, sondern auch die Politik. Ernst Dieter Rossmann, Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Forschung im Deutschen Bundestag: „Diese Entwicklung ist nicht nur für die jungen Menschen, die eine Ausbildung für das neue Ausbildungsjahr suchen, sondern  auch für die Betriebe und Unternehmen eine große Gefahr. Wer jetzt nicht trotz aller schwieriger Umstände an die Ausbildung denkt, schafft morgen große Probleme bei den Fachkräften und der wirtschaftlichen Erholung.“

Der Abgeordnete schlägt deshalb auch in der Politik Alarm. Rossmann: „Es ist schwer nachzuvollziehen, dass die Allianz für Aus- und Weiterbildung jetzt erst Ende Mai alle Beteiligten an einen Tisch holen will. Da muss Minister Altmaier mehr Dampf reinbringen.“ Für den Abgeordneten geht es neben der möglichst weit reichenden Sicherung der Vergütungen für die Auszubildenden vor allen  Dingen um die Sicherung der vorhandenen und die Schaffung von neuen Ausbildungsplätzen. Hierzu müssten auch finanzielle Anreize über einen Ausbildungsbonus für Firmen, die zusätzliche Ausbildungsplätze anbieten und besetzen und z.B. neue Modelle der Ausbildungspartnerschaft zwischen mehreren Firmen  gehören. Auch die überbetriebliche Ausbildung müsse zur Entlastung der Betriebe verstärkt wahrgenommen werden, damit auch wirklich alle Ausbildungsinhalte trotz Kurzarbeit und betrieblichen Einschränkungen weiter geführt werden können. Rossmann: „Die Berufsausbildung ist zu wichtig, als dass es jetzt für viele junge Menschen ein Jahr Leerlauf oder große Lücken im Ausbildungsstoff geben darf.“

Getagged mit: , ,